| Reisebericht Rotterdam 17. bis 21. Oktober 2007 / Tag 1- 3 |
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Tag 1 - Mittwoch, 17. Oktober 2007
(Bericht: Gundel Jurack):
Da wir die Ersten hier waren, beginne ich, Gundel, mit dem Bericht.
Als Ossi, der nur organisierte Gruppenreisen kennt, hab ich immer noch Horror, allein in fremde Großstädte zu fahren. Zum Glück borgten mit HCL-Fans ein Navi, das mich auch gut nach Rotterdam brachte. Drei Ecken vor unserem Hotel sprach die Dame plötzlich nicht mehr mit mir, aber es gibt ja hilfreiche Taxifahrer.
Das Hotel – türkisch – ist ganz witzig: kleine Zimmer (Foto links), Duschen wie in Dänemark - superklein - und alles voll mit bunten Kacheln, sogar der Fahrstuhl (Foto rechts). |
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Wir packten also das Auto aus, wussten, dass das Hotel keinen Parkplatz hat, wir also Parkscheine löhnen mussten, weil in Rotterdam eigentlich fast nirgends umsonst parken ist. 23 Minuten für 50 Cent, wer auch immer auf so eine komische Zahl kommt. Problem: der Automat nimmt kein Geld, man muss einen aufgeladenen Chip auf der EC-Karte benutzen, aber wer kann damit schon dienen?
Im Hotel sagte man uns, dass man das an Bankautomaten machen könnte oder eine Chipkarte im Tabakladen kaufen kann für € 20,-- plus 2,50 Bearbeitungsgebühr. Natürlich standen auch sofort 3 nette Polituren (männliche Politessen) am Auto - ich konnte sie aber überzeugen, dass wir grad dabei waren, die EC-Karten aufzuladen. Wir bekamen eine Gnadenfrist von 15 Min., liefen los, 4 Banken und 3 Stunden später gaben wir auf und kauften die Karte im Tabakladen. Deutsche Chips konnte man hier nirgends aufladen. Als wir endlich an der Parkuhr standen, kamen Müllers und Matthias an und wir konnten ihnen – und allen anderen, die noch kamen – den Stress abnehmen. Wir borgten ihnen unsere Karte und gingen stressfrei chinesisch Abendessen, Pekingente und Fisch pikant (bei uns heißt das scharf).
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Tag 2 - Donnerstag, 18. Oktober 2007
(Bericht: Gundel Jurack):
Nach einer guten Nacht und einem mäßig guten Frühstück erkundeten wir 5 das Zentrum (mein Vati war natürlich auch mit dabei). Peter erwies sich als hervorragender Stadtführer, erklärte uns die Gebäude, den alten Hafen und brachte uns sicher durch die kleinsten Nebenstraßen wieder zum Hotel.
Besonders interessant waren der Bleistift und die Würfelhäuser, in denen wir auch eine Wohnung besichtigten. Wer eine kaufen möchte, mit € 200.000 ist man dabei.
Nach und nach trudelten dann Becks, Wörz’, Krauses, Rainer und Roland ein und auf ging’s zum ersten Spiel in die Halle. Unterwegs an einem Ampelstopp klopfte es an die Seitenscheibe und ein junger Mann fragte, ob wir etwas bräuchten, Süßigkeiten oder Haschisch oder so.
(Bericht: Rosi Wörz):
Auf Japan waren alle gespannt, sie haben schließlich Südkorea, Vorrundengegner unserer Mannschaft in Frankreich, geschlagen. Aber entweder war das eine andere Mannschaft oder sie litten unter Jetlag oder unsere Mädels waren sooooooooooooo gut. Halbzeit 20:5!!!; Ende dann 35:19 (Handball World/HBVF), da sind die Japanerinnen dann doch noch aufgewacht. Nach dem zweiten Spiel Spanien-Polen sind wir dann zurück in die Stadt, weil doch alle Mägen knurrten. Aber das war gar nicht so leicht, um 21 Uhr noch ein Restaurant zu finden, das noch eine geöffnete Küche hatte. Kurz bevor wir aus lauter Verzweiflung zu Mc Donalds gehen wollten, fanden wir dann noch einen Italiener, der sich als Glücksgriff herausstellte, denn das Essen war reichlich, gut und auch noch preiswert. Auf dem Weg zurück ins Hotel gingen wir noch durch die Kneipenmeile, da war der Bär los, aber wir gehörten wohl nicht zu der geeigneten Altersgruppe, denn die Animateure, die die Besucher reinlocken sollten, sprachen uns nicht an. |
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Tag 3 - Freitag, 19. Oktober 2007
(Bericht: Matthias Wendt):
Wir entschlossen uns, eine Hafenrundfahrt zu machen. Aufgrund der hinreichend geschilderten Parkplatzsituation trafen wir uns am Topsportcenter, der Halle neben dem Feyenoord-Stadion „De Kuip“. Dort ist das Parken kostenlos!!!
Noch schnell die Mädels, Schröder und Emma vor dem morgendlichen Training begrüßt, dann ging es zu Fuß Richtung Erasmusbrug. Kurz vor der Brücke das erste Highlight für die Sachsen unter den Ellis, ein Steinmonument mit der Aufschrift Leipzig direkt vor der neuen Veranstaltungshalle „LUXOR“. Also schnell ein Foto mit den Leuten aus der Heldenstadt, rüber über die Brücke und rauf auf’s Schiff mit dem schönen Namen „Abel Tasman“. So kurz, wie sich der Marsch hier anhört, war er nicht, immerhin waren wir 90 Minuten und über 12.000 Schritte unterwegs. Leider war es auf dem oberen Freideck zu zugig, so dass die meisten schnell zu einer Tasse Kaffee in das verglaste Unterdeck verschwanden. |
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Nun hieß es 75 Minuten lang schaukelnd den größten Hafen der Welt zu erkunden. Bis zur Nordsee sind es noch ca. 30 km. Alles voller Riesenschiffe, Container und Kräne. Beeindruckend. Die Container stapeln sich teilweise in 10er Reihen. Man mag sich gar nicht vorstellen, welch langen LKW-Stau das auf der Autobahn gäbe. Wir sahen auch riesige Hallen mit Fassungsvermögen von mehr als 1000 Containern, in denen diese vollautomatisch abgefertigt werden. Alles in allem ein sehr interessantes Riesenreich/-gelände. Die € 9,-- Fahrkosten haben sich auf jeden Fall gelohnt. Hier noch einige Zahlen zum Hafen: Umschlag 328 Mio Tonnen, 152 Mio T Öl, 86 Mio T Erzkohle, 90 Mio T Stückgut, 32 Hochsee- und 150 Binnenschiffe. Das Hafenbecken ist zwischen 17 und 23 m tief und wird von 290 Kränen versorgt.
Nachdem keiner vom Schiff gefallen ist, ging es immer am Wasser lang auf Entdeckungstour in die Rotterdamer City. Wir haben auch ein schönes Lokal für unseren Abschlussabend buchen können, welches auf den wunderschönen Namen Weimar hört. Die Kubushäuser erfreuten sich großer Beliebtheit und wurden zahlreich besichtigt. |
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Nach und nach trudelten wir dann alle in der Halle ein, unser journalistischer Freund Björn Pazen wurde mit lautem Hallo empfangen. Pünktlich – 10 Sekunden vor dem Anpfiff – trafen auch unsere Nachzügler, Familie Koch, ein, so dass unser erstes Turnierspiel gegen Spanien beginnen konnte. Nach dem obligatorischen 0:1 Rückstand sahen wir eine super 1. HZ. Die 2. war dann wieder mal zum Vergessen und wir konnten unserer Leidenschaft als 20 kleine Bundestrainer frönen. (Handball World/HBVF)
Den Abend beendeten wir im Hotelempfang am ganztägig in Betrieb befindlichen Kaffeeautomaten, der uns kostenlos heiße Kaffeemischungen lieferte. |
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Nebenher gab es eisgekühltes Bier, die normale Mischung also. So konnte man dann auch unser vollständig bunt gefliestes Hotel wunderbar ertragen.
Und die Laptops liefen heiß - Internet war nämlich kostenlos – man will ja auch über alle anderen Handballaktivitäten auf dieser Welt informiert sein. Am lustigsten war aber doch das Ansehen unserer bereits gemachten Fotos.
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